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Non-PStop-Running-Day Januar 2019

Vom 19. Januar 2019

 

Das war ein Supertag. Nach der Strecke, in meiner Erinnerung, bin ich wohl einmal um Kiel herum gelaufen und im Zick-Zack-Kurs zwischendurch. Ich lief um 10:30 Uhr von Zuhause los und kam um 15:30 Uhr wieder an. Ich habe die Gehzeiten und kurzen Pausen und Ampelhalte von den Laufzeiten abgezogen, so gut es ging. Oft kann ich die Uhr nicht auf die Sekunde genau anhalten.

 

Ohne Pause geht es doch nicht. Zwischendurch aß ich ein Brötchen, das ich mir "auf einen kurzen Sprung" kaufte. Ich hatte mir einen Liter Mineralwasser in zwei kleinen Trinkflaschen mitgenommen und in die Seitenfächer meines Rucksacks gepackt, den ich fest auf den Rücken spannte. Die Flaschen musste ich aber in der Hand halten, wie einen Staffelstab, nachdem ich eine aus dem Fach genommen habe.

 

Zwar fiel das GPS nach 10 Kilometern in 55 Minuten aus, aber ich nahm dann das Schrittzähler-System, das nicht so viel Akkustrom kostet, aber eben nicht ganz genau ist, damit die Uhr auch weiterhin funktioniert. Das GPS verbraucht sehr viel Strom, besonders dann, wenn der Kontakt wegen eines Hindernisses abbricht und es neu justiert werden muss. Von diesen 53,5 Kilometern im Schritt-Zählersystem müssen noch die 7,5 Kilometer Training von Gestern (18.1.19) abgezogen werden. Aber selbst dann sind es 46 Kilometer in 3 Stunden 38 Minuten und 20 Sekunden. Ich hatte meine Stoppuhr benutzt, um die Zeit zu messen. Länger als 4 Stunden hätte der Wasservorrat nicht gereicht, sodass ich den Tag mit den Vorräten gut kalkuliert habe.

 

Der Lauf-Los-Topf kann wieder verwendet werden. Denn die gezogenen Lose müssen erst gelaufen werden, bevor ein neues Los gelaufen wird. Und das Lustige war, dass ich zunächst zwei Papierschnipsel mit 1km-Nieten gezogen hatte und dann auf einmal einen Papierschnipsel mit einem 42-Kilometer-Marathon-Jackpot. Größer kann der Unterschied wohl nicht sein, zwischen Pech und vermeintlichem "Glück". Und der Non-Stop-Running-Day war dafür die beste Gelegenheit, die Lose abzulaufen, um dann neue ziehen zu können.

 

Aber ich bin jetzt wohl ein Ultra-Marathoni, was mich sehr stolz macht und ich habe auch viel entdeckt und gesehen und über mich selbst gelernt. So lange zu laufen kann sehr langweilig sein. Mein Kopf braucht Futter, sodass die kreativen Besinnungshalte des Literathons eine Möglichkeit dazu sind, den Kopf zu füttern. Ich werde mir auch beim nächsten Mal ein Buch mitnehmen, damit ich mich nicht so langweile. Deswegen mag ich kurze schnelle Läufe bis maximal 1 Stunde lieber, als lange und langsamere. Das schnelle Laufen beziehungsweise fast Sprinten macht mir mehr Spaß.

 

Trotzdem entdeckte ich eine kleine Ausstellung an der Kieler Förde über die Federschwingerschnecke, die in der Ostsee lebt und von der Übersäuerung des Wassers bedroht ist und ihr Kalkstein-Haus wahrscheinlich bis 2085 Löcher bekommen wird und die Übersäuerung exponentiell ansteigt. Dann legte im Hafen ein riesiges Kreuzfahrtschiff ("Mein Schiff") an, ich dachte über Weihnachtsbaumfriedhöfe an fast jeder Kieler Straßenecke nach und ob man die Bäume wiederbeleben kann. Darüber möchte ich ein Teezimmer machen.

 

Da ich viel Energie verloren habe und ich noch Reis und Paprika übrig hatte, habe ich die Paprikaschoten halbiert und mit Reis und etwas Quark gefüllt. Sehr lecker und gesund, total vegetarisch.

 

 

Vom 30. Dezember 2018

 

Am 19. Januar 2019 werde ich einen Tag nur rennen und mich frühmorgens, vielleicht um 6 Uhr, mit meinem Rucksack und der dann schon erfundenen und darin verstauten Lauftaucherflasche auf den Weg begeben.

Laufen ist wie Fliegen im Himmel. Entrückt, nicht verrückt. Daher auch das hier passende Bild von einer Flugreise. Wir erinnern uns an die göttlichen Gefühle des Laufens im Teezimmer, über die wir sprachen, und die Flugzeug-Armhaltung vor Freude während der SportGeistesblitze. Das untermauert diese Gefühle noch, so lange mich nicht etwas aus der Flugbahn wirft und mich aus den Gefühlen und der selbst empfundenen göttlichen Ebene heraus holt (wie die erwähnten Verletzungen oder Ampelhalte). Deswegen ist ein notwendiger Halt auf dieser Strecke auch nicht notwendigerweise eine bewusste Pause, sondern eine unbewusste.

Ziel ist es, eine Ultra-Marathon-Distanz von mehr als 42 Kilometer zu laufen. Und das wohl total "verrückte": Ich freue mich riesig auf meine eigene Laufveranstaltung, wozu ich noch eine Urkunde erstelle, und vielleicht eine Medaillie aus der Werkstatt backe und gestalte.

Der Literathon ist damit auch ein Projekt, das einen selbst fordern kann, bezüglich der Ideen, die während der SportGeistesblitze entstehen. Pluto kann dann noch schneller umrannt werden. Und wer weiß, wenn ich genug Energie habe, dann kann ich das vielleicht noch öfter machen.

Wie beim Adventskalender-Laufstreak 2018 geht es darum, Daten zu sammeln und an die Grenzen zu gehen, und solche Laufveranstaltungen selbstkritisch zu betrachten, die Blog-Einträge vorher und nachher zu vergleichen. Und natürlich freue ich mich über die SportGeistesblitze, die während des Laufens entstehen und die Ideen, die die Website und mich bereichern.

 

Möchtest du mit mir einen Tag nur laufen und rennen, ohne dass ich wirklich anwesend bin, und die Erfahrungen mit mir teilen?

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