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Der Magnetismus des Normalen

Menschen sind Gewohnheits- und Gemeinschaftstiere hörte ich mal oder "Der Individualismus ist tot.", was mich eher aufgeregt hat. In Ländern wie China oder anderen Massenländern mag diese Aussage vielleicht noch zutreffen, aber insgesamt finde ich eine solche gewöhnlichen Aussage nicht reflektiert genug. Warum ist der Individualismus tot? Ist dem wirklich so? So würde ich zurück fragen, als Skeptiker.

 

Magnetismus des Normalen meint, dass dich etwas unbewusst anzieht, obwohl du weiter gegen den Strom schwimmst (etwas tust, was sonst keiner tut), ein verrücktes Hobby ausübst, ein Original bist. Ja, es fällt schwer einem solchen Magneten auszuweichen, denn dieser ist auch sehr groß, die Masse von Personen und ihre Gewohnheiten, die durch Gerüchte untereinander weitergegeben werden und Menschen ausgegrenzen, die nicht ihrer Gewohnheit unbedingt entsprechen. Die Gerüchte erhöhen dann natürlich den gesellschaftlichen Druck, der auf einen lastet beziehungsweise verstärken den Magnet des Normalen.

 

Aber was sind solche Magnete, die einen wieder zurück in die Realität holen wollen? Das gilt auch für den Laufsport.

 

1. Eine Erkältung oder eine Krankheit

2. Gemunkel von anderen Leuten

3. Das fleischige Essen auf dem Tisch, der Geruch davon

4. Finanzengpässe

5. Erinnerungen

6. Gefühle und Triebe

7. Krisenerfahrungen

8. Tod von Verwandten oder anderen Menschen, Erinnerung an die eigene Endlichkeit

9. Erlebnisgesellschaft: "Erlebe dein Leben!"

10. .................................

 

Fallen dir noch weitere Magnete ein, die dich in die Realität der Anderen zurückholen, obwohl du gerne ein Original bleiben möchtest?

 

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