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(Hungers)-Not macht erfinderisch - Tipps zum Geldsparen

Durch das Laufen und die ziemlich minimalistische Ernährung (um begrenztes Geld im Studium einzusparen), die ich mir angeeignet habe, laufe ich jedes Mal Gefahr, dass mein BMI in Richtung Untergewicht läuft (er bewegt sich im Grenzbereich zwischen 20-22 und mein Tagesumsatz (ohne Laufsport) beträgt ungefähr 1660 Kilokalorien) und ich dann z.B. Schwächeanfälle (in Stressituationen) und "Fressattacken" bekomme, was aber nicht schlimm ist, da ich gerne und viel esse und trotzdem nicht zunehme und mein Läufergewicht halte, um schnell laufen zu können.

 

Aber ein niedriger Grundumsatz, aufgrund von Körpergröße und Gewicht, sorgt auch dafür, dass der Körper (in Ruhe) mit weniger Energie arbeiten kann und so auch weniger an Lebensmitteln eingekauft werden muss, was Geld einspart (weniger Kosten mehr Leistung). Der Umgang mit begrenzten Ressourcen (Güter sind immer knapp) ist auch ein Thema der Umweltethik in interdisziplinärer Auseinandersetzung mit der Wirtschaftsphilosophie (u.a. Kritikfähigkeit an Globalisierung und Kapitalismus im Spannungsfeld mit der Umwelt und der Lebenswelt entwickeln) und der Unternehmens- und Konsumentenethik (Verantwortungsbewusstsein hinsichtlich Konsumentscheidungen entwickeln) oder anders: Wie wirtschaften und einkaufen, dass der Umwelt und den Mitmenschen, die den Warenkreislauf mitsichern, nicht geschadet wird?

 

Im Studium war ich in der Mensa immer darüber schockiert, wie viel von dem wertvollen (und superleckeren) Essen in den preisgekrönten Mensen von Rostock weggeworfen wurde, weil die Studenten sich zu viel auf den Teller packten (auch über die Musterportion hinaus). Ich sah auch Fälle, wo Beilagen (kostenpflichtige) unter dem Essen versteckt wurden, damit sie an der Kasse nicht verrechnet werden und dem Unternehmen beziehungsweise der Subventionspolitik des Staates (Studentenwerke als Träger der Mensen und Wohnheime werden staatlich unterstützt) somit geschadet wird, die dafür sorgen, dass der Waren- und Versorgungskreislauf für alle sicher gestellt wird. (Und manche Leute beschweren sich darüber, dass Hartz-4-Empfänger "Sozialschmarotzer" sind, obwohl sie selbst von Bafög lebten (schaue erst dich an, dann den anderen). Darüber werde ich aber nochmal nachdenken.)

 

So kann auf (falschem) Weg Geld gespart werden: Sich mehr nehmen als man darf und dann trotzdem wegwerfen. Es sei denn, man kann sich die Reste (aber unkriminelle) in einer Thermo-Pappschale mitnehmen, was ich gerne gemacht habe, um ein Abendessen zu haben und dafür das Geld zu sparen, weil vom Mittag und im übertragenen Sinn von dem ausgegebenen Geld noch etwas da war. In Kiel wird das "Problem" mit den Essensresten und der Verschwendung so gelöst, dass das Essen genau nach den Musterportionen ausgeteilt wird und sich niemand zu viel nehmen kann. Essensreste werden zu Biogas weiter verarbeitet.

 

Minimalistische Ernährung bedeutet auch, nur so viel zu kaufen, wie nötig ist, und gleichzeitig so einzukaufen, dass die Lebensmittel nicht verderben (Verwendung vor Verderb). Ein Einkaufszettel oder ein Blick auf das Haltbarkeitsdatum z.B. kann den "Kaufrausch" zügeln (Kauftrieb), quasi als Über-Ich (s. Sigmund Freud). Oder aber auch alles verbrauchen, was da ist, bevor wieder neu eingekauft wird. An dieser Stelle kann Hungersnot erfinderisch machen, z.B. durch die Erfindung von neuen Reste-Rezepten. Ich hatte einmal nur noch etwas Reis, Quark und Paprika übrig und bevor die Paprika schlecht wird (das wird sie schnell), habe ich mit Reis gefüllte Quarkpaprikas "erfunden", die erstaunlich lecker waren.

 

Auch der Literathon ersetzt die Notwendigkeit einem Verein beizutreten, was Geld kostet und man kann trotzdem Leute treffen oder auf Konferenzen oder im Seminar davon erzählen, die sich für das Thema (z.B. auf Strava) interessieren. Phantasievolle (Lauf-) Reisen (Bücher lesen) ersetzen die Notwendigkeit auf Reisen zu gehen, was auch Geld kostet. Geldsparen ist zudem eine Grundvoraussetzung der erfolgreichen beruflichen Selbständigkeit, besonders dann, wenn das Unternehmen noch in den Kinderschuhen steckt und noch nicht so viele Einnahmen produziert.

 

Bei mir kommt noch dazu, dass ich seit 2013 keinen Alkohol mehr trinke, nie geraucht habe, was noch mehr Geld einspart und quasi auch ein Umgang mit einer begrenzten Lebensressource ist, meiner eigenen beziehungsweise meiner Gesundheit. Auch der Verzicht auf ein Smartphone und andere abhängig machende digitale Ressourcen stellen mehr Lebensressourcen und Lebensmöglichkeiten bereit und sparen Geld ein.

 

Zusammenfassend: Wenn man Geld einspart, dann spart man auch begrenzte Ressourcen ein und öffnet sich für neue Lebensmöglichkeiten und Erfindungen. Der Umgang mit begrenzten Ressourcen ist ein Hauptthema der interdisziplinären Umwelt-, Unternehmens- und Konsumentenethik und der Wirtschaftsphilosophie.

 

Fallen dir noch mehr Methoden und Mittel oder Reste-Rezepte ein, um Geld einzusparen?

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