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Das Ende des Vegetarismus - Eine 2. Offenbarung

Es gibt Gründe für den Vegetarismus und es gibt auch welche gegen diesen. Vor einer Woche brach für mich eine kleine Welt zusammen, weil ich das nicht mehr nachvollziehen konnte, mich vegetarisch zu ernähren oder anders gefragt: Welchen Sinn hat es, sich vegetarisch zu ernähren, um Tierleben zu retten, aber sein Leben selbst gefährdet? Welchen Sinn hat das? Wie kann ich den Tieren noch helfen, wenn ich selbst tot bin? Es lag eine ethische Dilemmasituation zwischen mehreren Parteien in Hinblick auf die Konsumentenethik und mein eigenes Konsumentenverhalten vor.

 

Ich hatte eine kritischen Eisenmangel gehabt. Eisen ist für viele lebenswichtige Prozesse im Körper zuständig, wie z.B. Blutbildung oder die Versorgung der Organe mit ausreichend Sauerstoff und den Nährstofftransport, der daraus folgt. Fest steht, dass ich mich in den letzten drei Monate immer schlechter gefühlt habe (Konzentrationsschwierigkeiten, Atemnot, Angst, Einschränkung der sportlichen Leistungen, Depersonalisation) und dabei hat der Vegetarismus bei mir gut angefangen. Ich fühlte mich freier, mein Körper bekam besser Luft und hier auf dem Blog preiste diese Lebensweise (wohl zu hoch) an. Ich konnte kaum noch laufen. Mein Herz schlug immer sehr schnell dabei und ich erholte mich nicht. Das Laufen brachte keine Glücksgefühle mehr. Das war sehr schlimm. Beides verlor seinen Sinn, das Laufen und die Ernährung und beides schien sich auch nicht sinnvoll zu ergänzen. Im Gegenteil. Ich verlor meine Freude daran.

 

Dann hatte ich einen Magen-Darm-Infekt bekommen und mitten in der Nacht hatte ich mich übergeben und sah das Gemüse im Erbrochenen und dann wars vorbei, denn die psychologische Wirkung war sehr entscheidend. Ich entschied mich wieder für Mischkost, weil mein Körper tierisches Eisen wohl besser verarbeiten kann und ich mich kränklicher fühlte. Dieser Anblick war genau so schlimm, wie der Blick in den Fernseher mit dem Leid der Tiere in den Massentierhaltungen.

 

Irgendwann waren dann wohl die inneren Eisenspeicher leer (auch der Vitamin B12-Mangel) und obwohl ich auf eine eisenreiche Ernährung mit viel Gemüse und Hülsenfrüchten und Vitamin C (besonders Obst als Nachtisch oder Orangensaft während des Essens) geachtet habe, hat es meinem Körper wohl nicht gereicht. Ich komme jetzt nur langsam wieder auf die Beine. Die Eisenspeicher füllen sich nicht so schnell auf. Das kann mehrere Wochen dauern. Präparate vertrage ich nicht so gut und habe sie abgelehnt. Infusion wäre auch noch eine Möglichkeit gewesen, die kann aber sehr teuer sein (mehrere hundert Euro). Daher versuche ich jetzt wieder normal zu essen, aber meinen Fleischkonsum zu senken (1-2 Mal pro Woche) und dann nur kleine Portionen. Früher haben die Menschen auch nicht so viel Fleisch gegessen, sonst hätte es wahrscheinlich auch keine industrielle Massentierhaltung gegeben.

 

Zusammenfassung:

 

Aber diesem Problem mit dem Tierleid muss anders begegnet werden, ohne dass man sich selbst möglicherweise schadet. Vielleicht eine ewige Freilandhaltung bis zum Lebensende der Tiere? Oder eine Protestbewegung oder Unterschriftensammlung gegen die Einrichtung von Massentierhaltungsanstalten? Was seht ihr für Möglichkeiten?

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