Die Geschichte und Verfassung der PoliS und des Literathons

Fortlaufende Projektgeschichte

Der Literathon wurde am 01. Dezember 2018 als zunächst einjähriges Projekt gegründet. Dieses Projekt versucht sich an einer produktiven Zusammenarbeit von Laufsport, Kreativität, Textproduktion in Kooperation mit den Themenfeldern Philosophie und Theologie.
Während des Laufsportes und einer Trainingseinheit habe ich die Erfahrung gemacht, dass mein Kopf schneller funktioniert und die Formel von SportGeist-frei funktioniert. Grund ist die bessere Durchblutung des Gehirns und die Fähigkeit zum Abschalten nach einem langen Arbeits- oder Unitag. Ich dachte mir, dass ich nach zwei Jahren, nachdem ich die Idee 2016 hatte, auch andere dafür begeistern möchte. Nicht nur Läufer, sondern auch welche, die ihre Kreativität bereichern, das Laufen als Mehrwert verstehen und Besinnungshalte einlegen möchten. Ziel ist die Erkenntnis, dass es auch mehr im Läuferleben gibt, als nur neue Bestzeiten oder Langstrecken und überhaupt Höchstleistungen zu erbringen.
Der Literathon ist eine konfessionslose Website. Ich biete Themen und Arbeiten sowohl zu philosophischen, historischen als auch theologischen Themen, wie z.B. Auslegungen von Bibeltexten, und Themen aus dem Laufleben, an. Jeder ist herzlich dazu eingeladen, die Blog-Einträge zu lesen und zu kommentieren. Eine monatliche Zeitung, sowie ein Sammelband nach jedem Projektjahr, runden den Literathon ab.
Mein Name ist Hannes Kerfack und ich bin evangelischer Theologe, Ethiker, Künstler und begeisteter Läufer. Lernen und Laufen gehen bei mir Hand in Hand, wobei ich mir vieles autodidaktisch erschließe. Der Literathon verwendet weniger wissenschaftliche Literatur, sondern lebt mehr von der Lebenswelt der Einzelnen und von ihren Erfahrungen. Albert Einstein sagte einmal, dass Fantasie wichtiger ist als Wissen, da Wissen begrenzt ist.
Das literarische Teezimmer versteht sich als Zentrum der Lauferfahrungen und der daraus gewonnenen Kreativität. Jede Woche diskutieren wir über ein beliebiges Thema. Nach dem Laufsport, versteht sich. Dabei trinken wir Tee aus der Teeküche, essen Kekse, “rauchen” vegane Salzstangen, beruhigen und beenden den Tag. Die gesammelten Ideen fließen in die Schreibwerkstatt und den Sammelband ein.
Das Projekt ist noch sehr jung, aber ich habe Ideen für die Zukunft, was sich insbesondere in dem Aufbau einer Kreativ- und Schreibwerkstatt “PoliS” für mehr Läufer-PS zeigt. In dieser Stadt gibt es eine digitale Kirche mit Audiodateien für verschiedene Gottesdienstformen, die du dir auf deinem Lauf mitnehmen kannst, um sie für dich z.B. bei einem Besinnungshalt abzuspielen und motivierter deine Strecke zu Ende zu laufen. In einer Bürgeruniversität werden Vorlesungen und Seminare, z.B. Bibelkunden, angeboten. Die Kunstschule ist ein Anhängsel dieser Bürgeruniversität, in der jeder Student zugleich ein Professor ist, und dort kreative Methoden und Übungen angeboten werden.
Die Geschichte ist fortlaufend, also wird sie noch weiter geschrieben.

Ein kleines Regelwerk und die Verfassung der PoliS

 

Paragraph I

Alle Läufer, Künstler, alle Menschen sind prinzipiell gleich in Hinblick auf Leistung, Religionszugehörigkeit, Nationalität, Geschlechterorientierung oder Ernährung.

Die Netzseite lebt von der Pluralität der Welt und Ideen, insbesondere das literarische Teezimmer und die Lauf-Kunst. Wer jemanden diskriminiert oder beleidigt, deren Beiträge werden gelöscht.

 

 

Paragraph II (Entscheidung des Parlaments)

Die Staatsform der Schreib- / Kreativwerksta(d)tt "PoliS" ist die Demokratische Diktatur. Weisungs- und rechenschaftspflichtig ist der Inhaber der Website und der, der immer in letzter Instanz entscheidet, welche Inhalte und Themen veröffentlicht werden und welche Projekte gestartet werden. Aber die Meinungsfreiheit wird nicht eingeschränkt. Kritik und Vorschläge sind gern gesehen, auch Umfagen und ihre Ergebnisse werden berücksichtigt. Alleinherrschaft mit Mitherrschaft, aber nicht ohne das eine und nicht ohne das andere.

 

 

Paragraph III

Eine Zusammenarbeit mit der Kreativwerksta(d)tt und dem Blog ist möglich und dem stehe ich auch offen gegenüber, wenn das Solidaritätsprinzip eingehalten wird. Ein Subsidiaritätsprinzip (das heißt eine Unterstützung eines größeren Blogs für einen kleineren) gibt es nicht. Solidarität meint, eine konsequente Begegnung auf Augenhöhe. Kein Blog ist größer als der eine wie der andere. Kein LebensLauf als der eine wie der andere. Und ein LebensLauf kann wachsen. Es gilt die relative Best(kilometerzahl)zeit.

 

 

Paragraph IV

Grundsätzlich ist alles Kunst, was von Hand oder durch eine andere (elektronische) Hand angefertigt wird.

Dazu zählt auch die Literatur, die eine Unterkategorie der Kunst ist und eine Möglichkeit der Wissenserschließung besitzt.

 

 

Paragraph V

Laufen ist auch ein Gehen oder Wandern. Es gibt Mischformen des Laufens, z.B. flanierendes Laufen.

Aber Laufen bedeutet mindestens 10 cm vom Boden seine Beine zu erheben und schneller als ein Fußgänger oder Wanderer zu laufen (so mein ehemaliger Sportlehrer aus der Schulzeit).

Eine Laufleistung ist etwas anderes als eine Gehleistung oder Wanderleistung.

 

 

Paragraph VI

Alle Lebensweisen unter Paragraph I sind keine perfekten, unabhängig von ihrer Gleichheit.

Wer den Anspruch erhebt,

perfekt zu sein, der prüfe lieber genau und wird feststellen, dass es keine 100%-Perfektion gibt.

 

 

Paragraph VII (Entscheidung des Parlaments)

Es gibt keinen absoluten Atheismus, höchstens einen relativen. Das Göttliche kann hybrid verstanden werden.

Unreflektierte Aussagen über das Christentum und die anderen Religionen und Weltanschauungen sind nicht erlaubt. Die Website hat sich zum Ziel gesetzt, gegen unreflektierte Aussagen "vorzugehen", um die Glaubens- und Gewissensfreiheit der Anderen zu ermöglichen.